Amir Reichart

Verdrängung

Verdrängung ist ein Abwehrmechanismus, bei dem belastende Erinnerungen, Gefühle oder Bedürfnisse aus dem Bewusstsein ferngehalten werden. Sie verschwinden dadurch nicht, sondern wirken weiter, meist über den Körper, über Träume oder über Reaktionen, die man sich nicht erklären kann.

Was verdrängt wird, meldet sich anders

Verdrängte Wut wird zu Rückenschmerzen. Verdrängte Trauer wird zu Gereiztheit. Verdrängtes Bedürfnis nach Nähe wird zu Verachtung für Menschen, die zu bedürftig wirken.

Die Verbindung sieht man nicht, weil sie genau das ist, was der Mechanismus verhindern soll.

Der übliche Auslöser

Verdrängtes bricht selten von allein auf. Es braucht meistens einen Anlass: eine Trennung, eine Diagnose, den Tod eines Elternteils, das eigene Kind, das gerade so alt ist wie man selbst damals.

Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.