Amir Reichart

Selbstliebe

Auch: Sich selbst lieben, Selbstannahme

Selbstliebe ist eine wohlwollende Haltung sich selbst gegenüber, auch dann, wenn man versagt hat. Sie ist kein Gefühl, das man herstellen kann, sondern eine Praxis: wie du mit dir sprichst, was du dir zumutest, was du dir erlaubst.

Warum der Begriff so oft abprallt

„Du musst dich erst selbst lieben“ ist einer der nutzlosesten Ratschläge überhaupt. Er sagt jemandem, der sich nicht mag, dass er ein weiteres Ziel verfehlt.

Brauchbarer ist die kleinere Frage: Würdest du so mit einem Freund reden, wie du gerade mit dir redest?

Was sie nicht ist

Kein Egoismus, kein Wellness-Programm, keine Erlaubnis für alles. Sie zeigt sich meistens im Unangenehmen: sich hinsetzen und etwas zu Ende bringen, weil es einem gut tut, nicht weil man muss.

Der praktische Einstieg

Nicht bei den Gefühlen anfangen, bei den Handlungen. Eine Zusage sich selbst gegenüber einhalten, jede Woche eine. Das verändert über Monate mehr als jede Übung zum Thema Selbstwert.

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Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.