Amir Reichart

Innerer Kritiker

Auch: Innere Stimme, Selbstkritik

Der innere Kritiker ist die verinnerlichte Stimme, die das eigene Handeln bewertet und meist abwertet. Sie stammt aus früher gehörten Sätzen von Bezugspersonen. Ihre Funktion ist Schutz: Wer sich selbst zuerst abwertet, kann von außen nicht mehr überrascht werden.

Warum er sich vernünftig anhört

Der innere Kritiker klingt nie wie ein Feind. Er klingt wie Realismus. „Sei nicht naiv.“ „Das war Glück.“ „Reiß dich zusammen.“

Deshalb wird er selten als Stimme erkannt, sondern für die eigene Einschätzung gehalten.

Was mit ihm funktioniert

Nicht bekämpfen. Widerspruch macht ihn lauter. Was wirkt, ist Erkennen: den Satz bemerken und feststellen, dass er ein Satz ist und keine Tatsache.

Und die Frage, wessen Stimme das eigentlich ist. Bei den meisten Menschen kommt darauf sehr schnell eine Antwort.

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Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.