Amir Reichart

Schocktrauma

Auch: Monotrauma, Einmaltrauma

Ein Schocktrauma entsteht durch ein einzelnes überwältigendes Ereignis: Unfall, Überfall, Operation, plötzlicher Verlust. Der Körper reagiert mit einer massiven Stressreaktion, die nicht zu Ende laufen konnte, und behält die dazugehörige Erregung.

Die nicht beendete Bewegung

Bei akuter Gefahr bereitet der Körper eine Handlung vor: wegrennen, sich wehren, schützen. Wenn diese Handlung nicht ausgeführt werden konnte, bleibt die Energie im System.

Tiere schütteln sich nach einer überstandenen Bedrohung buchstäblich frei. Menschen unterdrücken das oft, weil es unpassend wirkt.

Woran du es erkennst

Erkennbar wird es an sehr spezifischen Auslösern: ein Geräusch, ein Geruch, eine bestimmte Kreuzung, ein Krankenhausflur. Die Reaktion kommt schnell und ist körperlich, oft bevor ein Bild im Kopf auftaucht.

Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.