Amir Reichart

Neuroplastizität

Auch: Neuronale Plastizität, Gehirnplastizität

Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrung zu verändern. Verbindungen, die häufig genutzt werden, werden stärker, ungenutzte werden schwächer. Sie ist der Grund, warum eingefahrene Muster veränderbar sind, und warum das Wiederholung braucht statt Einsicht.

Warum Verstehen nicht reicht

Ein Muster ist ein oft gegangener Weg. Ihn zu erkennen macht ihn nicht weniger befahren. Ein neuer Weg entsteht erst, wenn er wiederholt gegangen wird, und am Anfang ist er schmal und unbequem.

Das erklärt die Erfahrung, die fast jeder kennt: Du weißt genau, was du anders machen willst, und tust im Streit trotzdem wieder dasselbe.

Was sie beschleunigt

Wiederholung in kleinen Dosen, emotionale Beteiligung und Schlaf. Was nachts nicht verarbeitet wird, verfestigt sich nicht.

Und Sicherheit. Unter hoher Bedrohung lernt ein Gehirn schlecht, weil es mit anderem beschäftigt ist.

Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.