Amir Reichart

Gewaltfreie Kommunikation

Auch: GFK, Nonviolent Communication, Kommunikation nach Rosenberg

Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg ist ein Gesprächsmodell in vier Schritten: Beobachtung ohne Bewertung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte. Sie trennt konsequent das Beobachtete vom Gedeuteten und macht dadurch Anliegen hörbar, ohne dass der andere in Verteidigung geht.

Die vier Schritte an einem Beispiel

Beobachtung: „Du warst diese Woche dreimal nach neun zu Hause.“ Gefühl: „Ich bin einsam.“ Bedürfnis: „Ich brauche das Gefühl, dass wir noch zu zweit sind.“ Bitte: „Können wir Donnerstag einen Abend festlegen?“

Der schwerste Schritt ist der erste. Fast alle beginnen mit einer Deutung und nennen sie Beobachtung.

Warum sie oft schiefgeht

Weil sie als Technik benutzt wird. Ein Vorwurf im GFK-Format bleibt ein Vorwurf, klingt nur höflicher, und der andere merkt es sofort.

Und weil sie in hoher Erregung nicht funktioniert. Kein Mensch formuliert in vier Schritten, wenn sein Puls bei hundertzwanzig liegt. Erst der Zustand, dann die Methode.

Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.