Amir Reichart

EMDR

Auch: Eye Movement Desensitization and Reprocessing, Augenbewegungs-Desensibilisierung

EMDR ist ein anerkanntes traumatherapeutisches Verfahren. Während der Patient sich an das belastende Ereignis erinnert, folgt er mit den Augen einer wechselseitigen Bewegung. Diese bilaterale Stimulation unterstützt die Verarbeitung, sodass die Erinnerung ihre Ladung verliert.

Was sich verändert

Die Erinnerung verschwindet nicht. Was sich ändert, ist die körperliche Reaktion darauf. Wo vorher der Puls hochging, bleibt danach eine Erinnerung, die zwar unangenehm ist, aber nicht mehr übernimmt.

Die Wirksamkeit bei PTBS ist gut belegt und von der WHO als Behandlungsempfehlung aufgeführt.

Für wen es nicht geeignet ist

EMDR gehört in die Hände ausgebildeter Therapeutinnen und Therapeuten. Bei starker Dissoziation oder instabiler Lebenssituation braucht es zuerst eine Stabilisierungsphase. Es ist nichts, was man mit Videos aus dem Internet allein bei sich anwendet.

Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.