Amir Reichart

Verlängerte Ausatmung

Auch: Atemtechnik, 4-8-Atmung, Ausatmung verlängern

Bei der verlängerten Ausatmung atmest du bewusst länger aus als ein, zum Beispiel vier Sekunden ein und acht Sekunden aus. Das aktiviert den Parasympathikus über den Vagusnerv und senkt Puls und Erregung. Es ist die schnellste körperliche Methode, um einen Alarmzustand zu unterbrechen.

Warum ausgerechnet das Ausatmen

Beim Einatmen beschleunigt der Herzschlag leicht, beim Ausatmen verlangsamt er sich. Wer die Ausatmung verlängert, verschiebt das Verhältnis systematisch in Richtung Beruhigung. Es ist einer der wenigen direkten Schalter, die du bewusst bedienen kannst.

So wendest du es an

Zwei bis drei Minuten, nicht dreißig Sekunden. Ohne Anstrengung, nicht pressen. Und, das ist der Punkt, den fast alle auslassen: geübt, wenn nichts los ist.

Wer die Technik erst mitten im Streit zum ersten Mal ausprobiert, wird sie nicht abrufen können. Der Körper greift unter Druck nur auf das zurück, was er automatisiert hat.

Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.