Amir Reichart

Herzratenvariabilität

Auch: HRV, Heart Rate Variability

Die Herzratenvariabilität misst die Schwankung der Abstände zwischen einzelnen Herzschlägen. Eine hohe Variabilität zeigt ein anpassungsfähiges Nervensystem, eine niedrige deutet auf Dauerbelastung hin. Sie gilt als einer der besten körperlichen Indikatoren für Regulationsfähigkeit.

Warum ein gleichmäßiger Puls kein gutes Zeichen ist

Intuitiv würde man denken, ein gleichmäßiger Herzschlag sei gesund. Das Gegenteil stimmt. Ein gesundes System passt sich ständig an: schneller beim Einatmen, langsamer beim Ausatmen. Je starrer der Takt, desto weniger Spielraum hat der Körper.

Was sie im Alltag taugt

Als Trend über Wochen ist die HRV brauchbar, als Tageswert wenig. Sie schwankt mit Alkohol, Schlaf, Infekten und Trainingsbelastung. Wer sie täglich anstarrt, macht aus einem Regulationsinstrument eine neue Leistungsmetrik, und damit genau das Gegenteil von dem, was helfen würde.

Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.