Amir Reichart

Empathie

Auch: Einfühlungsvermögen, Mitgefühl

Empathie ist die Fähigkeit, den inneren Zustand eines anderen wahrzunehmen und nachzuvollziehen. Sie hat einen fühlenden und einen verstehenden Anteil. Sie ist nicht dasselbe wie Zustimmung: Man kann jemanden verstehen und trotzdem anderer Meinung sein.

Der Unterschied, der Streits entscheidet

Viele weigern sich, empathisch zu reagieren, weil sie fürchten, damit recht zu geben. Das sind zwei verschiedene Dinge.

„Ich verstehe, dass dich das verletzt hat“ ist kein Schuldeingeständnis. Es ist die Feststellung, dass etwas bei jemandem angekommen ist. Erst danach lässt sich überhaupt über die Sache reden.

Wenn zu viel davon schadet

Wer den Zustand anderer permanent mitfühlt, ohne Abstand zu halten, brennt aus. Deshalb unterscheidet man zwischen mitfühlen und mitleiden.

Mitgefühl bleibt handlungsfähig. Mitleiden kippt in den eigenen Zustand und hilft am Ende niemandem.

Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.