Amir Reichart

Burnout

Auch: Burn-out, Ausgebranntsein

Burnout ist ein Zustand tiefer körperlicher und emotionaler Erschöpfung nach langer Überlastung. Kennzeichnend sind Energieverlust, innere Distanz zur eigenen Arbeit und das Gefühl, nichts mehr zu bewirken. Die WHO führt ihn als Berufsphänomen, nicht als Krankheit.

Was ihn von Müdigkeit unterscheidet

Müdigkeit geht nach Schlaf weg. Burnout nicht. Wer ausgebrannt ist, wacht erschöpft auf, auch nach neun Stunden. Dazu kommt die Distanz: Dinge, die früher wichtig waren, sind es plötzlich nicht mehr, und das erschreckt Betroffene oft mehr als die Erschöpfung selbst.

Warum Urlaub nicht reicht

Zwei Wochen Abwesenheit ändern die Bedingungen nicht, die den Zustand erzeugt haben. Nach der Rückkehr ist der Abstand oft innerhalb von Tagen wieder weg.

Was ändert: Anzahl und Art der Verpflichtungen, die Erlaubnis, Dinge nicht zu tun, und der ehrliche Blick darauf, wofür man eigentlich so viel arbeitet.

Wann professionelle Hilfe nötig ist

Bei anhaltender Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Schlafstörungen über Wochen oder Gedanken daran, nicht mehr zu wollen, gehört das in ärztliche oder psychotherapeutische Hände. Coaching ist dann nicht der richtige Rahmen.

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Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.