Amir Reichart

Emotionsregulation

Auch: Gefühlsregulation, Emotionen regulieren

Emotionsregulation ist die Fähigkeit, Intensität und Dauer eines Gefühls zu beeinflussen, ohne es zu unterdrücken. Sie umfasst Wahrnehmen, Benennen, Einordnen und den Umgang damit. Unterdrückung ist keine Regulation, sie verlagert die Belastung nur in den Körper.

Benennen wirkt messbar

Ein Gefühl in Worte zu fassen senkt seine Intensität. In der Forschung heißt das Affect Labeling. Es reicht oft schon, innerlich festzustellen: Das ist Angst.

Deshalb ist der Wortschatz für Gefühle keine Feinheit, sondern ein praktisches Werkzeug.

Der Unterschied zur Beherrschung

Beherrschung heißt, dass außen nichts zu sehen ist. Regulation heißt, dass innen tatsächlich etwas nachlässt.

Wer nur beherrscht, zahlt später, meist über Schlaf, Blutdruck oder Ausbrüche an der falschen Stelle.

Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.