Amir Reichart

Emotionale Erpressung

Auch: Emotional Blackmail, Gefühlserpressung

Emotionale Erpressung ist der Einsatz von Schuld, Angst oder Mitleid, um jemanden zu einem Verhalten zu bringen. Typische Sätze arbeiten mit Folgen für den Erpressenden: „Wenn du gehst, weiß ich nicht, was ich mache.“ Der Begriff stammt von Susan Forward.

Die drei Hebel

Angst: Es wird eine Konsequenz angedeutet. Pflicht: Es wird an das erinnert, was jemand angeblich schuldet. Schuld: Es wird deutlich gemacht, was dein Verhalten anrichtet.

Oft laufen alle drei gleichzeitig, und jeder einzelne Satz klingt für sich verständlich.

Warum es so schwer zu erkennen ist

Weil derjenige, der so handelt, meist keine kalte Absicht hat. Er hat selbst Angst und greift zum wirksamsten Mittel, das er kennt.

Das macht es schwerer, nicht leichter. Gegen bösen Willen kann man sich abgrenzen, gegen ehrliche Verzweiflung fällt es deutlich schwerer.

Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei anhaltender Belastung wende dich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Zurück zur Glossar-Übersicht.